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Chronik

Die Gründungsjahre der Vorgängerinnen der heutigen M.G. International - Group of Companies (Max. Grünhut) datieren in den Jahren 1891 und 1908.

Im Jahre 1891 gründete der damals 26 Jahre alte Maximilian Grünhut in Hamburg unter seinem Namen eine Firma für Speditions- und Kommissionsgeschäfte. Gleichzeitig errichtete er in Bremen eine Zweigniederlassung. Bereits damals hatte der gebürtige Wiener erkannt, dass die im Hafenumschlag und Transportgewerbe gegeneinander konkurrierenden Seehäfen und Freien Hansestädte Bremen und Hamburg zwar viele im Wettbewerb unter­einander stehende Linienverbindungen aufzuweisen hatten, aber auch jeder für sich spezielle Routen hatte - und dass man das Geschäft am besten über beide Häfen macht. Insbesondere das Amerikageschäft erwies sich als umsatzträchtig, und die Nordatlantik­routen der Hamburg-Amerika-Linie und des Bremer Norddeutschen Lloyd zählten bei Fracht und Passagieren zu den Prestigerouten der beiden größten deutschen Reedereien. Die Ent­wicklung der Firma Max. Grünhut zu einem ausgesprochenen USA-Spediteur machte eine eigene Niederlassung jenseits des Atlantiks sinnvoll. Zu einem der ersten deutschen Spedi­teure, die ihre eigene Niederlassung in New York – ein anderer Standort kam damals nicht in Frage – gründeten, gehörte die Seehafenspedition Grünhut. Dies geschah im Jahre 1905 zu dem Zweck, die dort ansässige Kundschaft zu betreuen und neue zu akquirieren.

Im Jahre 1938 wurde Hermann Hecht im Zuge der politischen Entwicklung gezwungen als Generaldirektor der Rhenania Gruppe zurückzutreten. Da stand er 30 Jahre (der 08. März 1908 war der Gründungstag) an der Spitze eines Unternehmens, dessen Gründung und Entwicklung er gemeinsam mit seinem Bruder Jacob Hecht entscheiden beeinflusst hatte. Selten hat ein Brüderpaar derart optimal zusammengearbeitet. Dem risikofreudigen, unter­nehmerischen Feuerkopf Jacob Hecht stand in seinem Bruder Hermann Hecht das notwen­dige Pendant des nüchtern abwägenden „königlichen Kaufmannes“ gegenüber.

Beide Unternehmen entwickelten sich jeweils zu einem der führenden nationalen- und internationalen Anbietern. Max. Grünhut war infolgedessen nicht nur als Stückgutspediteur, sondern in beträchtlichem Umfang im Anlagengeschäft u.a. nach Afrika und Südamerika tätig. Zudem darf sich Max. Grünhut als Pionier in der Entwicklung der Anfang der sechziger Jahre aufkommenden Verladeweise in genormten Behältern – den Containern betrachten. Die Rhenania Gruppe entwickelte sich neben den Haupttätigkeiten im Bereich der Binnen­schifffahrt und Lagerung ebenfalls im internationalen Anlagengeschäft und gründete Nieder­lassungen in Hong Kong, Singapore, Saudi Arabien, Iran und später - im Jahre 1974 - im Iraq.

Zur Jahreswende 1984/85 entschlossen sich die Gesellschafter von Max. Grünhut, die Firma mit mittlerweile 230 Mitarbeitern an den englischen Mischkonzern Bowater Industries plc. London zu verkaufen. Nach eineinhalb Jahren beschloss Bowater, die Transport-Interessen zu straffen und die zwei deutschen Bowater-Unternehmen Rhenania und Max. Grünhut aus Gründen der Synergie zusammenzuführen. Max. Grünhut avancierte zur „Überseespedition der Rhenania Gruppe“ was eine Erweiterung der Anzahl von Max. Grünhut-Niederlassungen und der Service-Palette bedeutete.

Im Jahre 1989 wurde besonders für die diversen Aktivitäten im Nah- und Mittelostgeschäft die M.G. International Transports GmbH mit Sitz in Bremen und Siegen gegründet. Alle operativen Aktivitäten wurden hier zusammengefasst und das Büro Siegen übernahm die Entwicklung des weltweiten Anlagengeschäftes mit dem Schwerpunkt Nah- und Mittelost in enger Vernetzung mit den Seehafen- und Auslandsniederlassungen. Im gleichen Jahr 1989 wurde der bereits im Jahre 1988 getroffene Entschluss der neuen Bowater Industries Geschäftsführung, die Bowater Gruppe zu restrukturieren, umgesetzt. Im Zuge dessen wurde Max. Grünhut als Teil von Bowater “International Freight Division“ als eine der drei zum Verkauf stehenden Transportbereiche von der Harper-Gruppe in San Francisco über­nommen.

Die Ausrichtung der weltweiten Harper-Gruppe und die Aktivitäten der 1989 gegründeten und übernommenen M.G. International Transports GmbH konnten aus strategischen Gründen nicht unter einem Dach fortgeführt werden. Im Jahre 1993 konnte die Vereinbarung der Übernahme durch die Geschäftsführung der M.G. International Transports GmbH mit dem Gesellschafter Harper-Gruppe erfolgreich umgesetzt werden. Die Partner Joachim Donath und Uwe Stupperich übernahmen die kompletten Geschäftsanteile der M.G. International Transports GmbH mit Sitz in Siegen und den Niederlassungen in Teheran/Iran und Baghdad/Iraq.

Bald nach der Übernahme wurde ein geplantes Computer System, vernetzt mit den ver­schiedenen Niederlassungen und überseeischen Partnern, eingeführt. Die beiden Gesell­schafter waren sich darüber im klaren, dass man bereits in der damaligen Zeit nur dann zu den führenden Anbieteren in der Branche gehören kann, wenn man sich nicht nur mit dem Transport von Gütern beschäftigt, sondern dass man insbesondere auch den Austausch von Informationen und zusätzlichen Diensten anbieten muss, um erfolgreich am Markt zu überleben.

Die weitere positive Geschäftsentwicklung der M.G. International Transports GmbH machte eine Umstrukturierung der unterschiedlichen Geschäftsfelder erforderlich. Neben dem Anla­gengeschäft in die Region Nah- und Mittelost entwickelten sich die Geschäftsfelder Luftfracht und der Bereich Seefracht und Interkontinentale Straßenverkehre weiterhin sehr positiv. Diese Bereiche wurden dann in den Jahren 2001 und 2002 aufgrund von Aufspaltungen zur Neugründung in neue Gesellschaften übertragen.

So steht heute die M.G. International (Holding) GmbH mit den beiden Gesellschaftern Joachim Donath und Uwe Stupperich für den Unternehmensgegenstand der Beteiligung an der M.G. International Transports GmbH und der M.G. International Logistics GmbH sowie der weiteren strategischen Ausrichtung der Unternehmensgruppe.

Die M.G. International Transports GmbH als 100prozentige Tochter der M.G. International (Holding) GmbH steht unverändert für Projekt-Logistik mit Schwerpunkt Nah- und Mittelost zusammen mit den Niederlassungen in Jordanien, Iraq und Iran und Partnern in der Region. Wobei sich mit dem Ausbau dieses Geschäftsbereiches in Richtung Fernost bereits eine weitere positive Entwicklung eingestellt hat.

Die M.G. International Logistics GmbH als 80prozentige Tochter der M.G. International (Holding) GmbH – die restlichen 20% liegen in Händen des Geschäftsführers Klaus Link – steht für die Bereiche Interkontinentale Verkehre, Übersee- und Luftfrachtverkehre inkl. Kon­traktlogistik. Der Ausbau in Richtung u.a. Osteuropa ist in einer erfolgreichen Umsetzungs­phase ebenso – anknüpfend an die Tradition der Vorgängerinnen – die Entwicklung des Amerika-Geschäftes sowie den traditionellen Märkten in Fernost.

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